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Einrichten, Schritt für Schritt

Von der leeren Installation bis zum ersten leuchtenden Sack. Wo, was, wie prüfen.

PickLight einrichten, Schritt für Schritt

Von der leeren Installation bis zum ersten leuchtenden Sack. Jeder Schritt sagt wo in der Oberfläche, was einzutragen ist und wie Sie prüfen, dass er sitzt, bevor Sie weitergehen.

Die Reihenfolge ist nicht beliebig: jeder Schritt braucht den vorherigen. Ein Segment braucht einen Streifen, ein Streifen braucht ein Regal und ein Gerät, eine Zuordnung braucht ein Fach.

Anmelden als Administrator. Die Konfigurationsseiten sind lesbar für alle, änderbar nur für ADMIN.


Schritt 1: Regale und Fächer

Wo: Konfiguration → Regale

Was:

  1. Regal anlegen: Kürzel (kurz, erscheint überall: A), Name (Regal A), Reihen und Spalten des Rasters.
  2. Fächer anlegen. Ein Fach ist ein Sack. Kürzel wie A-1-2, Name, Reihe und Position im Raster.

Wie prüfen: Das Regalraster auf derselben Seite zeigt die Fächer an ihrer Position. Sitzt eins falsch, stimmen Reihe oder Position nicht.

Kürzel gut wählen. Sie stehen später groß auf dem Tablet des

Kommissionierers. A-1-2 liest sich aus zwei Metern, f7a2b nicht.


Schritt 2: Geräte anmelden

Wo: Geräte

Was: Nichts eintragen. Ein Controller meldet sich selbst an, sobald er Strom und WLAN hat und den Broker erreicht. Er erscheint in der Liste als nicht freigegeben.

  1. Gerät in der Liste suchen (es trägt den Schlüssel aus seiner Firmware-Konfiguration, zum Beispiel ctl-A).
  2. Freigeben.
  3. Optional einer Station zuordnen.

Wie prüfen: Identifizieren drücken. Alle Streifen am Gerät blitzen fünf Sekunden weiß. Das beweist den ganzen Weg auf einmal: Broker, Abonnement, Befehlsverarbeitung und LED-Ausgabe.

Ein nicht freigegebenes Gerät ist sichtbar, aber wirkungslos. Es bekommt

keine Frames. Das ist die häufigste Ursache für „der Controller ist online

und leuchtet trotzdem nie".


Schritt 3: LED-Streifen

Wo: Konfiguration → LED-Segmente, Bereich Streifen

Was: Pro physischem Streifen eine Zeile:

FeldBedeutung
Namefrei, zum Beispiel Regal A – Reihe 1
Gerätwelcher Controller ihn treibt
Regalan welchem Regal er hängt
Kanalmuss dem Ausgang entsprechen, an dem er steckt (0, 1, 2)
RolleSECTION für den Streifen über dem ganzen Regal, ROW für eine Sackreihe
LED-Anzahltatsächliche Anzahl LEDs
Umgekehrtanhaken, wenn LED 0 am rechten statt am linken Ende sitzt

Wie prüfen: Die Vorschau neben der Zeile zeigt den Streifen in der eingetragenen Länge. Die Richtung prüfen Sie erst in Schritt 8 am Licht.

Drei Streifen pro Regal ist die übliche Aufteilung, so wie Sie es

beschrieben haben: einer als Sektion über dem Regal, einer je Sackreihe.

Ein ESP32 treibt bis zu drei Streifen (zwei RMT-Kanäle plus einen SPI).

Mehr Streifen heißt mehr Controller, nicht mehr Kanäle.


Schritt 4: Segmente

Wo: Konfiguration → LED-Segmente

Was: Ein Segment sagt: diese LEDs auf diesem Streifen gehören zu diesem Fach. Pro Sack eine Zeile: Streifen, Fach, LED von, LED bis.

Wie prüfen: Die Seite weist Überlappungen ab. Zwei Segmente auf einem Streifen dürfen sich nicht überschneiden, sonst leuchteten zwei Säcke für einen Scan.

Für den Sektionsstreifen brauchen Sie keine Segmente. Er leuchtet

automatisch über die volle Länge, sobald ein Fach seines Regals getroffen

wird. Eine Segmentzeile pro Sack auf dem Sektionsstreifen wäre nur eine

Wiederholung dessen, was das Fach ohnehin weiß.


Schritt 5: Barcode-Regeln

Wo: Konfiguration → Barcode-Regeln

Was: Eine Regel holt aus dem gescannten String die Nummer heraus, die Sie tatsächlich zuordnen wollen.

FeldBedeutung
Namefrei
Musterregulärer Ausdruck, zum Beispiel ^(\d{13})$
Gruppewelche Klammer die Nummer enthält, meist 1
Führende Nullen entfernenfalls der Scanner sie mitliefert, die Zuordnung aber nicht
Prioritätkleiner zuerst, wenn mehrere Regeln passen könnten

Wie prüfen: Der Regel-Tester auf derselben Seite. Echten Barcode einfügen, er zeigt, welche Regel greift und was herauskommt.

Scannen Sie vorher einen echten Barcode und sehen Sie sich den Rohwert

an (Geräte → MQTT-Protokoll, oder Berichte → CSV). Regeln, die auf einer

vermuteten Barcode-Form gebaut wurden, passen selten.


Schritt 6: Zuordnungen

Wo: Konfiguration → Zuordnungen

Was: Welche Nummer in welches Fach gehört.

  • Typ `EXACT`: eine Nummer, ein Fach.
  • Typ `RANGE`: von–bis, ein Fach. Für fortlaufende Nummern.
  • Priorität: kleiner zuerst. So schlägt eine einzelne Ausnahme einen Bereich.

Wie prüfen: Auf der Stationsseite scannen (Station → Feld) oder im Regel-Tester. Ergebnis MATCH mit dem erwarteten Fach.


Schritt 7: Stationen und ihre Bereiche

Wo: Konfiguration → Einstellungen, Abschnitt Stationen

Was:

  1. Station anlegen: Kürzel (ST1, kommt in die Tablet-Adresse), Name, optional eine Farbe.
  2. Abgedeckte Regale ankreuzen: welche Regale dieses Tablet bedient.

Das ist der Schalter für die Werkerführung. Scannt jemand an dieser Station ein Paket, dessen Sack in einem anderen Regal steht, meldet das Tablet Falsches Segment, wird ganz rot und lässt die Sektion des eigenen Bereichs rot leuchten. Das fremde Regal bleibt dunkel.

Nichts angekreuzt = die Station bedient alle Regale. Dann gibt es keine Falschbereich-Meldung. Genau richtig für eine Anlage mit einer Gasse.

Eine Station darf mehrere Regale abdecken; ein Kommissionierer steht üblicherweise vor zwei oder drei.

Wie prüfen: https://<adresse>/t/ST1 öffnen, ein Paket aus einem nicht angekreuzten Regal scannen. Der Bildschirm muss rot werden und das richtige Regal nennen.

Die Tablet-Adresse ist /t/<Kürzel>. Kleben Sie sie auf die Rückseite

des Tablets. Sie funktioniert genauso am Laptop, zum Ausprobieren ohne im

Lager zu stehen.


Schritt 8: Signale und Zeiten

Wo: Konfiguration → Einstellungen

Drei Signalprofile, je eine Farbe, ein Effekt, eine Periode, eine Helligkeit:

ProfilWannVorschlag
TrefferSack gefundengrün, blinkend, 600 ms
Unbekannter Codekeine Regel oder keine Zuordnungrot, blinkend, 250 ms, Helligkeit 40
Falsches SegmentSack außerhalb des Stationsbereichsrot, blinkend, 400 ms, Helligkeit 70

Die Helligkeit bei „Unbekannter Code" nicht hochdrehen. Dieses Profil

lässt jeden Sektionsstreifen gleichzeitig leuchten, den höchsten Stromfall

der Anlage. Bei voller Helligkeit sind das rund 12 A. Siehe

docs/it-admin/power.md.

Zwei Zeiten:

  • Anzeigedauer (ms), wie lange ein Treffer leuchtet. 0 bedeutet: bis zum nächsten Scan. Das ist die Einstellung, die Sie für die beschriebene Arbeitsweise wollen.
  • Dauer des Fehlersignals (ms), wie lange ein Fehler leuchtet, getrennt davon, Vorgabe 4000. Ein Fehler darf nie auf den nächsten Scan warten: der Werker legt das Paket zurück und geht, und an dieser Station kommt kein Scan mehr, der das Rot löschen würde.

Beim nächsten Scan löschen angehakt lassen: der vorherige Sack geht aus, sobald der nächste gescannt wird.


Schritt 8b: Ablage zählen statt Scans

Wo: Konfiguration → Einstellungen

Die Berichte zählten früher Scans und nannten sie Picks. Das sind zwei verschiedene Zahlen, und der Unterschied ging in die schmeichelhafte Richtung: ein gelesener Barcode ist kein Paket im Sack.

Ein Scan eröffnet jetzt eine Ablage, der nächste Scan an derselben Station schließt sie. Drei Einstellungen steuern das:

  • Mindestabstand (ms), Vorgabe 1200. Folgt der nächste Scan schneller, gilt das vorherige Paket nicht als abgelegt. Niemand erreicht ein Regal, wirft ein Paket ein und ist in unter einer Sekunde zurück; ein so kurzer Abstand ist jemand, der einen Stapel vorab durchscannt. Es wird nur gekennzeichnet, nie blockiert. 0 schaltet die Prüfung ab.
  • Barcode „Fertig“ und Barcode „Abbruch“. Zwei Codes Ihrer Wahl, hier eingetragen und am Arbeitsplatz ausgedruckt. Ohne sie zählt ein beiseitegelegtes Paket als abgelegt, und das letzte Paket vor einer Pause bleibt offen.

Wie prüfen: Ein Paket scannen, zwei Sekunden warten, „Fertig“ scannen. Der Bildschirm meldet Erledigt, und in Berichte → Auswertung steht das Paket unter Abgelegt statt unter Offen.

Was bleibt: auch eine bestätigte Ablage ist ein Indizienbeweis. Legt

jemand das Paket in den falschen Sack und scannt weiter, gilt es als

abgelegt. Wenn die Fehlleitungsquote das nicht mehr trägt, ist der nächste

Schritt ein Barcode unter jeder Sacköffnung, der nach dem Einwerfen

gescannt wird: keine Elektronik, nur Aufkleber, und dafür Gewissheit über

den richtigen Sack, zum Preis von etwa zwei bis drei Sekunden je Paket.


Schritt 9: Den Handscanner einstellen

Wo: am Scanner selbst, mit den Konfigurations-Barcodes aus seinem Handbuch. Nicht in PickLight.

Das ist der Schritt, der über das gefühlte Tempo entscheidet, und der einzige, den die Software nicht für Sie erledigen kann.

  1. Modus: USB-HID (Tastatur). Der Scanner tippt den Code in das Feld.
  2. Abschluss: Enter (CR). Ohne das passiert beim Scannen nichts.
  3. Zeichenabstand (inter-character delay) auf 0 oder „Turbo". Das ist der wichtige Punkt. Viele Scanner liefern ab Werk 10–20 ms pro Zeichen. Ein 13-stelliger Code braucht damit 130–260 ms, allein zum Tippen. Die Verarbeitung im Server dauert gemessen 36–61 ms; der Scanner ist also leicht der größere Anteil.
  4. Präfixe und Suffixe aus, außer dem Enter. Ein mitgeliefertes Präfixzeichen bringt jede Barcode-Regel aus dem Tritt.

Wie prüfen: Ein Textfeld öffnen, scannen. Der Code muss sofort und vollständig erscheinen und der Cursor in die nächste Zeile springen.


Schritt 10: Der Durchgang

In dieser Reihenfolge, jeder Schritt sagt etwas, das der vorherige nicht sagt:

  1. Gerät identifizieren (Geräte → Identifizieren). Alle Streifen blitzen weiß → Broker, Gerät und LED-Ausgabe sind in Ordnung.
  2. Tablet öffnen unter /t/ST1. Es muss Bereit, bitte scannen zeigen.
  3. Richtiges Paket scannen. Sektion des Regals leuchtet ganz, der Sack leuchtet allein. Leuchtet der falsche Sack, stimmen die LED-Grenzen im Segment; leuchtet er spiegelverkehrt, fehlt der Haken Umgekehrt am Streifen.
  4. Falsches Paket scannen (aus einem Regal außerhalb des Bereichs). Bildschirm rot, eigene Sektion rot, fremdes Regal dunkel, nach vier Sekunden aus.
  5. Netzwerkkabel des Controllers ziehen. Die Streifen müssen dunkel werden. Das ist das Sicherheitsnetz: ein Regal, das eine Entnahme von vor zehn Minuten anzeigt, ist schlimmer als ein dunkles.
  6. Bericht ansehen (Berichte → Auswertung). Die Scans der letzten Minuten stehen dort, aufgeteilt nach Ergebnis.

Was wo liegt, als Übersicht

WasWo
Regale, FächerKonfiguration → Regale
Streifen, SegmenteKonfiguration → LED-Segmente
Barcode-Regeln, TesterKonfiguration → Barcode-Regeln
ZuordnungenKonfiguration → Zuordnungen
Stationen, Bereiche, Signale, ZeitenKonfiguration → Einstellungen
SchichtenKonfiguration → Schichten
Geräte freigeben, identifizierenGeräte
Rohe MQTT-NachrichtenGeräte → MQTT-Protokoll
Zahlen, CSVBerichte → Auswertung
Wer hat was geändertBerichte → Änderungsprotokoll
Tablet-Ansicht/t/<Stationskürzel>

Weiter: docs/user/kommissionieren.md für die Person am Regal, docs/it-admin/power.md für die Stromauslegung, docs/it-admin/mqtt-contract.md für die Topics und Nutzlasten.